Der japanische Architekt und Künstler Riku Ikegaya zeigt vom 19. April bis zum Ende des Gallery Weekends in der St. Elisabeth-Kirche seine Installation „Nested Churches (Kirche in der Kirche)“. In dieser Arbeit setzt sich Ikegaya mit dem Genius Loci des Kulturortes St. Elisabeth auseinander. Ikegayas Installation besteht aus einer maßstabsgetreuen Reproduktion der Entwurfspläne Karl Friedrich Schinkels zum Bau der berühmten Rosenthaler Vorstadtkirche und transferiert diese als begehbare Architekturskizze ins Innere des Gebäudes. In diesem aus Stahlrohr gefertigten Pavillon vermischt sich die vitale Präsenz der Besucher mit der erhabenen Ruhe der Kirche zu einer besonderen Atmosphäre. Die Zeit scheint aufgehoben und das Gedächtnis des Raumes wird erfahrbar. "Kirche in der Kirche" erinnert nicht nur an die ursprüngliche Funktion des sakralen Bauwerks als Versammlungsstätte und Ort der Andacht. Sie erzählt von historischem, kulturellem und sozialem Wandel. Von Zerstörung, Verfall und Wiederaufbau. Dabei verweist der provisorische Charakter der temporären Gerüstkonstruktion stets auf das Unfertige, den Prozess des Werdens und Vergehens. Somit letztlich auch auf die Zeitlichkeit unseres eigenen Daseins im Angesicht der Ewigkeit. English Version: The…
